Am Mittwoch, den 22.04.2026 machte sich eine Gruppe von 10 neugierigen Kindern auf eine spannende Kräuterwanderung, die sie tief in die Geheimnisse der Natur eintauchen ließ. Ausgestattet mit Rucksäcken und Sammelgefäßen machten wir uns gemeinsam auf den Weg, um wilde Kräuter zu entdecken, die wir später in leckere und gesunde Speisen verwandelten. Begleitet wurden wir von Aurelia, einer erfahrenen Kräuterfrau, die den Kindern zeigte, wie sie die Schätze der Natur erkennen, sammeln und verarbeiten können.
Die Wanderung führte uns als erstes an unsere Kapelle. Auf der Wiese, die von frischen Frühjahrsblumen und üppigen grünen Pflanzen bedeckt war, fiel es den Kindern nicht schwer zahlreiche Kräuter zu finden und auch zu erkennen.
Eines der ersten Kräuter, dass die Kinder entdeckten, war der Löwenzahn, dessen Blätter und Blüten in der Natur bereits allgegenwärtig sind. Die Kinder lernten, dass alles am Löwenzahn wertvoll ist, angefangen von der Knospe über die Blüte, sogar der Stengel und die Wurzel.
Das kleine zarte Gänseblümchen war ein weiteres Highlight der Wanderung. Es kann nicht nur hübsch aussehen, sondern hat auch eine heilende Wirkung. Die Blüten können nicht nur in Salaten oder als Garnitur verwendet werden, sondern auch als Salbe etc.
Ein weiteres Fundstück war das Hirtentäschel mit seinen herzförmigen Blättern und kleinen weißen Blüten. Aurelia erklärte, dass diese Pflanze schon seit Jahrhunderten als natürliches Mittel bei kleinen Verletzungen eingesetzt wird. Ebenso spannend war die Vogelmiere, eine zarte Pflanze mit kleinen, weißen Blüten und weichen Blättern, das ein sehr nährstoffreiches Wildkraut ist
Im Schatten der Kapelle hörten wir die Geschichte über den Spitzwegerich, der mit sich selbst überhaupt nicht zufrieden war und immer etwas anderes sein wollte. Einmal die Sonne, dann die Sonnenblume, aber auch ein Vogel zu sein fand er toll, bis er zum Mensch wurde und bei einer sehr hartnäckigen Erkrankung ein Heilkraut benötigte – den Spitzwegerich. Da erkannte er plötzlich, dass er nie jemand anderem nachzueifern hatte. Er war genau richtig, so wie er war. Seine Einfachheit und Bescheidenheit machten ihn zu etwas Besonderem. So zeigte diese kleine Geschichte den Kindern, dass jeder von uns ob Mensch oder Pflanze seinen eigenen Platz in der Welt hat und wir alle wertvoll sind und jeder gut ist, so wie er ist.
Unser Weg führte uns dann weiter auf eine Wiese, die für die Kinder zum Kräutersammeln ein Paradies war. Und hier fanden wir auch den Spitzwegerich, mit seinen langen schmalen Blättern, der uns besonders bei Erkältungen und Husten hilft, aber auch bei Insektenstichen. Aurelia zeigte ihnen direkt vor Ort, wie man die Pflanze bei einem Stich anwenden kann.
Nach der aufregenden Sammelrunde ging es in den Gaden, wo die Kinder mit viel Eifer ihre Kräuter verarbeiten. Gemeinsam stellten sie Kräuterbutter und Kräuterquark her und probierten ihre selbstgemachten Köstlichkeiten mit frischem Brot.
Diese Kräuterwanderung war nicht nur ein lehrreicher Ausflug in die Natur, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis, das den Kindern zeigte, wie viel Schätze die Natur zu bieten hat – und wie man sie direkt vor der Haustür finden kann.
Zum Abschluss betonte Aurelia noch einmal, wie wichtig es ist, nur Pflanzen zu sammeln, die man sicher erkennt und die unbedenklich sind.

Das Büchereiteam

Von hs

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